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  1. „Alles steht Kopf – und Gott mittendrin“

„Alles steht Kopf – und Gott mittendrin“

Mut-Mach-Andacht der 10. Klassen der CJD-Realschule

Wenige Tage vor dem Beginn der Abschlussprüfungen machten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der CJD-Realschule Berchtesgaden zusammen mit einigen Lehrkräften auf den Weg nach St. Bartholomä. In der besonderen Atmosphäre der bekannten Wallfahrtskirche feierten sie gemeinsam eine Mut-Mach-Andacht unter dem Motto „Alles steht Kopf – und Gott mittendrin“. Emilie Pamer, Emma Auer und Eileen Püschl gestalteten eine Kerze sowie die symbolhaften Emotionen, die musikalische Umrahmung durch Simon Hollrieder und Korbinian Brandner sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre.

Nach der Begrüßung durch Gemeindereferentin Gabi Hartmann führte Anna Baumann in das Thema der Andacht ein. Ausgangspunkt waren die bekannten Animationsfilme „Alles steht Kopf“ und „Alles steht Kopf 2“, in denen verschiedene Gefühle das Leben eines Mädchens steuern. Ein Bild, das viele der Abschlussklassen derzeit nur allzu gut nachvollziehen können.

Im Vorfeld hatten die Schülerinnen und Schüler beschrieben, wie sie sich kurz vor den Prüfungen fühlen. Daraus kristallisierten sich vier Emotionen heraus, die während der Andacht symbolisch dargestellt wurden: Zorn, Angst, Freude und Zweifel.

Die Schülerinnen und Schüler brachten offen zur Sprache, was viele bewegt. Beim Thema „Zorn“ ging es um den enormen Leistungsdruck, den umfangreichen Lernstoff und die ständigen Gespräche über Prüfungen. Die „Angst“ spiegelte Sorgen vor Blackouts, schlechten Ergebnissen oder dem möglichen Scheitern wider. Gleichzeitig gab es aber auch die „Freude“ auf die Zeit nach den Prüfungen – auf Freiheit, Sommer, neue Möglichkeiten und den Stolz auf das Erreichte. Die „Zweifel“ schließlich drehten sich um Fragen, die wohl jede und jeder kennt: Habe ich genug gelernt? Bin ich gut genug? Werde ich mein Ziel erreichen?

Einen wichtigen Impuls setzte die Lesung aus dem Buch Jesaja. Mit den Worten „Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir. Hab´ keine Angst, denn ich bin dein Gott“ sprach Gabi Hartmann den Jugendlichen Mut zu. In ihrer Ansprache betonte sie, dass Gefühle weder peinlich noch ein Zeichen von Schwäche seien. Vielmehr machten sie uns menschlich. Prüfungen seien wichtig, doch sie entschieden nicht über den Wert eines Menschen. „Gott bewertet euch nicht nach Noten“, gab sie den Schülerinnen und Schülern mit auf den Weg.

Ein besonderer Moment war die anschließende Murmel-Aktion, vorbereitet von Finja Makai und Michelle Marken. Während leise Musik erklang, erhielt jede Schülerin und jeder Schüler eine kleine Glasmurmel. Inspiriert von den Erinnerungskugeln aus dem Film „Alles steht Kopf“ sollte sie daran erinnern, dass alle Gefühle ihren Platz haben dürfen. Die Murmel wurde zum Symbol dafür, dass niemand perfekt sein muss, um seinen Weg erfolgreich zu gehen. Sie soll die Jugendlichen in den kommenden Tagen begleiten und daran erinnern, dass sie auch in schwierigen Momenten nicht allein sind.

In den Fürbitten baten die Schülerinnen und Schüler um Ruhe, Kraft und Konzentration für die bevorstehenden Prüfungen. Gleichzeitig richteten sie ihren Blick bereits auf die Zeit danach, die Herausforderungen eines neuen Lebensabschnitts. Dankbar erinnerten sie sich an gemeinsame Erlebnisse, Freundschaften und die Menschen, die sie in den vergangenen Jahren begleitet haben.

Mit guten Wünschen, Gottes Segen und einem hoffnungsvollen Blick auf die kommenden Prüfungen endete die Andacht. Anschließend ließen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Lehrkräften den Tag im Wirtshaus ausklingen – gestärkt, ermutigt und mit dem Gefühl, dass auch, wenn einmal alles Kopf steht, niemand seinen Weg allein gehen muss.